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"Ba-Ba-Banküberfall": Kreativer Protest erhält viel Zuspruch

Sonntag, 20. Juni 2010, 23:12 Uhr

Unter dem Titel „Ba-Ba-Banküberfall“ organisierte die Kommunistische Jugend (KJÖ) Graz am 18. Juni eine Protestaktion vor der „Bank Austria“-Filiale in der Grazer Herrengasse. Dabei verliehen SchülerInnen, Studierende, Universitätsangehörige sowie auch junge ArbeiterInnen ihrem Ärger Ausdruck, dass Banken und Konzerne mit Milliardenbeträgen aus der selbstverschuldeten Krise gerettet wurden, während der Bildungsbereich wie auch das Sozialwesen finanziell ausgehungert wird. Um der gesellschaftlichen Schieflage Ausdruck zu verleihen, verkleideten sich zwei Jugendliche als Bankdirektoren, die den Umstehenden Geld aus den Taschen zogen um sich schließlich mit 100-Euro-Scheinen Zigarren anzündeten.

„Heruntergekommene Schulgebäude, überfüllte Hörsäle, fehlende Lehrmittel, katastrophale Betreuungsverhältnisse. Dazu kommen Prüfungsstress, Notendruck, fehlende Mitbestimmung und steigende Kosten für alle möglichen Selbstbehalte. Österreichs Schulen und Universitäten sind seit Jahren Krisengebiete“, stellte die KJÖ im Aufruftext fest.



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Schule heute: Lernen... Auskotzen... Lernen... Auskotzen...

Freitag, 18. Juni 2010, 15:09 Uhr

Vorabdruck aus vorneweg Schule

In einer Woche stehen drei schriftliche Prüfungen an, du musst aber täglich bis in den späten Nachmittag die Schulbank drücken und Freizeit ist nahezu zum Fremdwort geworden. Die Sachen, die du lernen musst, interessieren dich sowieso kaum und haben auch nichts mit dem zu tun, was du später einmal machen willst. Den Lernstoff saugst du in möglichst kurzer Zeit in dich auf, um ihn dann in den Prüfungen wieder erbrechen zu können (was manchmal nur mit Hilfe diverser Schummler ausreichend positiv über die Bühne geht) – und nichts, aber auch rein gar nichts bleibt davon hängen. Das Lernen für Prüfungen reduziert sich zumeist auf stupides Auswendiglernen, für das Verständnis der Inhalte ist weder in der Schule noch zu Hause genug Zeit.

Heute wird unser Recht auf Bildung immer mehr unter Beschuss genommen: die Klassen sind hoffnungslos überfüllt, die Schulen oft baufällig und die Einrichtung würde eher ins Museum oder auf eine Müllhalde passen als in ein Klassenzimmer. Österreichs Schulen drohen einen finanziellen Hungertod zu sterben. Konkret heißt das für dich: Du sitzt in Schulklassen mit 30 anderen SchülerInnen, wirst von überarbeiteten LehrerInnen und mit veraltetem Lehrmaterial einem immer härteren Prüfungs- und Notendruck ausgesetzt.

Alles in allem wird Schule von der übergroßen Mehrheit der SchülerInnen nicht als Ort, an dem man sich gerne aufhält, gesehen, sondern ganz im Gegenteil: Schule wird mit Zwang, Druck, Stress und in vieler Hinsicht auch mit Angst verbunden.



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BA-BA-BANKÜBERFALL: Flashmob für Umverteilung am 18. Juni in Graz

Montag, 14. Juni 2010, 11:00 Uhr

Mit Milliardenbeträgen wurden die Banken aus der selbst verschuldeten Krise gerettet, während an unserer Bildung und damit an unserer Zukunft gespart wird.
Daran muss sich etwas ändern!

Freitag, 18. Juni 2010 I 15 Uhr
Vor der "Bank Austria"-Filiale in der Grazer Herrengasse

Heruntergekommene Schulgebäude, überfüllte Hörsäle, fehlende Lehrmittel, katastrophale Betreuungsverhältnisse. Dazu kommen Prüfungsstress, Notendruck, fehlende Mitbestimmung und steigende Kosten für alle möglichen Selbstbehalte. Österreichs Schulen und Universitäten sind seit Jahren Krisengebiete.

Während aber für Banken und Konzerne in Form der “Rettungspakete” Milliarden aufgebracht wurden, wird das Bildungswesen noch weiter ausgehungert. Das ist Ausdruck einer gesellschaftlichen Schieflage: Profitinteressen zählen mehr als menschliche Bedürfnisse.

Mit einem Flashmob wollen wir auf diese Schieflage aufmerksam machen und den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft zeigen, dass der Widerstand gegen jugendfeindliche Politik auch nach den großen Schulstreiks und Uni-Besetzungen weitergeht.

Weitersagen. Hinkommen. Mitmachen!

“Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?” [Bert Brecht]



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24. April: Bildungskongress "Wissen ist Macht!" in Graz

Samstag, 17. April 2010, 11:51 Uhr

Bildungskongress mit Referaten, Podiumsdiskussion, Filmen und Party

Schulstreiks, Uni-Besetzungen, Großdemonstrationen. Das waren die Bildungsproteste im Jahr 2009. Mittlerweile ist es ruhiger geworden, gebessert hat sich aber kaum etwas. Auf dem Bildungskongress wollen wir mit AktivistInnen und BildungsexpertInnen über unsere Vorstellungen eines sozial gerechten Bildungswesens, die Perspektiven der Proteste und die gesellschaftlichen Zusammenhänge diskutieren. Be part of it!

INPUT-REFERATE ab 14 Uhr
Eine breite thematische Palette soll von Beginn weg für eine offensive Erweiterung des (Bildungs-)Horizonts sorgen und dabei den Bogen von Österreich bis Venezuela spannen um schließlich wieder in Europa zu landen und einen Blick auf die neoliberalen Strategien der EU zu werfen. Wir wollen verstehen, warum was passiert, was wir wie dagegen machen können und ob es nicht grundlegend anders gehen könnte. Es referieren:

FILME zwischendurch
Zur Auflockerung wollen wir zwischen den Vorträgen Filme zeigen, die die Erinnerung an Besetzung und Protest noch einmal lebendig werden lassen sollen.

PODIUMSDISKUSSION ab 18 Uhr
Welche Bedeutung hatten die Bildungsproteste? Was haben sie bewirkt? Wie können sie weitergeführt werden? Was können wir daraus lernen? Fragen über Fragen. Es diskutieren:

PARTY ab 21 Uhr
Wer gemeinsam kämpft, soll auch gemeinsam feiern. Im Anschluss werden daher die DJs mr. bobby, el duffo o muerte und el puchista nicht nur die Verhältnisse zum Tanzen bringen. Tanzmuffeln empfehlen wir ein kühles Getränk an der Bar.



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Bildungskongress "Wissen ist Macht"

Samstag, 13. März 2010, 12:48 Uhr


Samstag, 20. März 2010
Beginn: 14:00
Volksheim / JazzIt-Saal, Elisabethstraße 11
in Salzburg


Programmheft: Download (2,22 MB, PDF)
Facebook: ansehen

Man muss die Welt kennen um sie zu verändern. Doch gerade dieses Kennen, dieses Wissen, soll uns mehr und mehr unzugänglich gemacht werden. Schon jetzt hat Österreich eines der sozial undurchlässigsten Bildungssysteme Europas. Unser Ziel ist aber eine Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Chancen auf Bildung haben. Um dies zu erreichen, müssen auch die herrschenden Machtverhältnisse in Frage gestellt werden. Der Kampf um Bildung ist ein notwendiger Teil des Kampfes um eine gerechtere Gesellschaft. Denn Wissen ist Macht.


Programm:
14:00 Inputreferate
17:30 Podiumsdiskussion
20:00 Konzert "Claim your Ed.!"



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Konzert: Claim your Ed.!

Samstag, 13. März 2010, 12:00 Uhr


Samstag, 20. März 2010
Beginn: 20:00
Volksheim / JazzIt-Saal, Elisabethstraße 11
in Salzburg


Programmheft: Download (2,22 MB, PDF)
Facebook: ansehen

Als Ausklang des Bildungskongresses "Wissen ist Macht" (http://www.facebook.com/#!/event.php?eid=326346520937&ref=mf) findet ab 20:00 im JazzIt-Saal noch ein Konzert unter dem Titel "Claim your Ed.!" statt. Aber nicht nur die KongressteilnehmerInnen können so in angenehmer Atmosphäre noch über die gewonnenen Erfahrungen dieses Tages diskutieren: auch neu dazu gestoßene Gäste kommen mit guter Live-Musik und günstigen Getränken auf ihre Kosten.

BANDS:



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Interview mit Sebastian Wisiak (KSV)

Mittwoch, 10. März 2010, 20:41 Uhr

Die UNITAT sprach mit Sebastian Wisiak, dem Bundesvorsitzenden des KSV, über brennende Unis, den „Hochschuldialog“, die neue Wissenschaftsministerin und die Perspektiven der Proteste.

Was haben die Proteste konkret bewirkt?
Sebastian Wisiak: Sogar die Unis, an denen keine Proteste stattgefunden haben, profitieren davon und dürfen sich über zusätzliches Geld aus dem „Notfallfonds“ freuen. Diese 34 Millionen sind zwar kein großer Wurf, aber angesichts der knappen Budgets der Unis mehr als willkommen. An der Ausschüttung dieser Millionen sieht man auch, welchen Schrecken die Bewegung der Regierung eingejagt hat, die dann sogar den Wissenschaftsminister nach Brüssel geschickt hat, um ihn aus dem Schussfeld zu nehmen. Das alte Vorurteil, die ÖsterreicherInnen seien ein durch und durch protestfaules Volk, ist eindrucksvoll widerlegt worden. Nicht nur Studierende haben protestiert, es ist auch zu einem Schulterschluss mit Lehrenden, Gewerkschaften und KindergartenpädagogInnen gekommen.



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Bologna den Prozess machen!

Freitag, 05. März 2010, 21:59 Uhr

Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und Budapest geladen. Angesichts der Zustände an den Universitäten und den breiten Protesten für freie Bildung, sind die geplanten Feierlichkeiten eine Verhöhnung der Uni-Angehörigen.

Der Bologna-Prozess hat das Ziel, die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulraumes für mehr Dynamik und Mobilität, klar verfehlt. Die stark verschulten Studienpläne und der Druck diese in Mindeststudienzeit zu absolvieren erschweren es Auslandssemester zumachen. Das neue dreistufige Studiensystem führte zu erhöhter sozialer Selektion. Während der Bachelor einer größeren Zahl zugänglich sein sollte, verdünnen sich Master und PhD zu einem Eliteprogramm, das vor allem Frauen ausschließt. Zudem kommt die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen sowie die Einführung von Studiengebühren und vermehrter Demokratieabbau an den Universitäten. Die schwere finanzielle Lage zwingt mehr und mehr Hochschulen, Konzerne als Investoren für Forschungan die Universität zu locken, unabhängige und freie Forschung wird dabei unmöglich. Die Ausrichtung der Lehrinhalte auf Arbeitsmarkt-Interessen im Zuge der Lissabonstrategie betrifft nicht nur Universitäten sondern soll zur Leitlinie des gesamten Bildungswesens werden, dies schränkt die Möglichkeit selbstbestimmt und kritisch zu Lernen ein.

Komm, beteilige dich! Stören wir gemeinsam Ihre Feierlichkeiten, und zeigen das dies Hochschulreform kein Grund zu Feiern ist!
Weitere Infos: www.bolognaburns.org

Video: Geld für Bildung statt für Banken



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Bologna den Prozess machen! Mobilisierungsvideo online!

Montag, 01. März 2010, 14:58 Uhr

Zur Einstimmung auf die Proteste gegen den Bologna-Gipfel hat die KJÖ ein Video gestaltet, das ihr unter folgendem Link aufrufen könnt:
Geld für Bildung statt für Banken

Auf nach Wien zur Demonstration am 11. März! Gemeinsam gegen Bildungsräuber und Zukunftskiller!



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Die Frau Karl

Freitag, 29. Januar 2010, 11:21 Uhr

Die frischgebackene Wissenschaftsministerin entpuppt sich als unipolitisches Pendant zu Maria Fekter.

In der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft brach Jubel los. Mit einem ganze sechs Klammern zählenden Smilie verlieh eine prominente Grazer AGlerin ihrer Freude Ausdruck, dass „Bundesschwester Parlamentaria“, wie die Frau Karl in den Kreisen der Vereinigung christlicher farbentragender Studentinnen genannt wird, nun Wissenschaftsministerin geworden ist.

Mehr als hundert Tage musste VP-Chef Pröll suchen, bis sich jemand hat breitschlagen lassen, die Nachfolge Hahn Johannes’ anzutreten. Angesichts des maroden Zustands, in dem sich Österreichs Universitäten seit geraumer Zeit befinden, ist das wahrlich keine dankbare Aufgabe. Die a.o. Professorin am Grazer Institut für Arbeits- und Sozialrecht würde die Unilandschaft kennen, meinen sowohl schwarze ParteigängerInnen als auch bürgerliche Medien. Welche Schlüsse sie daraus zieht, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Die Situation von jungen WissenschaftlerInnen, die – wenn sie nicht ins Ausland flüchten (können) – zumeist unter prekären Beschäftigungsverhältnissen und eklatanter Selbstausbeutung ihr Dasein fristen, dürfte der Arbeitsrechtlerin bekannt sein. Ob sie daran etwas zu ändern gedenkt, darf – angesichts ihrer ideologisch stockkonservativen und politisch neoliberalen Haltung – getrost bezweifelt werden.

Ein Kommentar von Hanno Wisiak.



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ROTWILD.st

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