Zeitzeugengespräch mit Willi Gaisch "Gesucht wird der jüdisch-bolschewistische Gewaltverbrecher Willi Gaisch-Rudmann", hieß es Anfang 1945 auf einem NS-Fahndungsplakat in Graz. Seit dem sog. "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland leistete Willi Gaisch Widerstand gegen das barbarische Regime. Darüber wird er in diesem Gespräch berichten.
Donnerstag, 10. Dezember 2009, 18 Uhr
Hörsaal A (06.01) der befreiten Grazer Vorklinik
Einleitung: Prof. Helmut Konrad; Moderation: Colette M. Schmidt (Der Standard)
Eintritt frei!
KJÖ Oberösterreich fordert sofortige Schließung und Verbot von „Thor Steinar“-Kleidung
Am Freitag, dem 27. November 2009, wurde nach dem Vorbild des Kleidungsgeschäfts „Windstärke 9“ in Braunau am Inn nun auch in der Stadtgemeinde Schwaz (Tirol) ein Geschäftslokal der rechtsextremen Modemarke „Thor Steinar“ eröffnet.
Der neu eröffnete Laden „Windstärke 10“ befindet sich direkt in der stark frequentierten Fußgängerzone und neben diversen Bekleidungsgeschäften erscheint dieser auf den ersten Blick wie eben eines dieser Sportmode-Geschäfte.
Doch der Schein trügt: Die Marke „Thor Steinar“ findet in der rechtsextremen und Neonazi-Szene sehr breiten Anklang.
Mumia braucht unsere Unterstützung – Jetzt und heute!!!
Mumia Abu-Jamal, ein schwarzer Revolutionär und Radiojournalist aus Philadelphia, engagierte sich schon früh in der schwarzen Emanzipationsbewegung. Im Alter von nur 14 Jahren baute er die Black Panther Party in Philadelphia mit auf und setzte sich nach deren Zusammenbruch wenige Jahre später als die „Stimme der Stimmlosen“ für die Rechte der schwarzen Bevölkerung vor allem gegenüber der Polizeibrutalität ein. Mumia war der zumeist weißen Polizei in Philadelphia ein Dorn im Auge.
Wir wollen nicht ein Stück vom Kuchen...
Wo es einen radikalen Anspruch auf gesellschaftsverändernde Perspektive gibt, dort kann von einem Abflauen der Proteste keine Rede sein. AktivistInnen tauschen ihre Erfahrungen aus.
Podiumsdiskussion I Freitag, 27.11.2009, 16:30 Uhr I im besetzten Hörsaal C1, Altes AKH
19:00 Uhr, Vortrag und Diskussion:
Studierende und Klasse – eine marxistische Analyse
Über Ursachen, Verlauf und Perspektiven der gegenwärtigen Studierendenproteste und die Möglichkeit ihrer Vernetzung mit den Kämpfen der SchülerInnen und der ArbeiterInnenjugend diskutieren Sebastian Wisiak (KSV-Bundesvorsitzender), Robert Krotzer (KJÖ-Bundesvorsitzender), BesetzungsaktivistInnen aus Innsbruck, Wien, Graz, Linz und Salzburg sowie SchülerInnenvertreterInnen und JungarbeiterInnen.
Freitag, 20. November I 20 Uhr I Innsbruck, Gumpstraße 36
"Education is not for sale" hieß es gestern auch in Österreich, wo die weltweiten Proteste an den Hochschulen vor vier Wochen ihren Ausgang genommen hatten.
Studierende, Dozenten und andere Bedienstete diskutierten in Institutsversammlungen an der Universität Wien die nächsten Schritte. Auf dem Schwarzenbergplatz in der österreichischen Hauptstadt versammelten sich anschließend rund 5000 Demonstranten. Der Ort war bewußt gewählt, hat hier doch die österreichische Industriellenvereinigung (IV) ihren Sitz. In der auch von dieser propagierten Ökonomisierung des Bildungswesens liegt für viele der protestierenden Studenten die Wurzel der Mißstände an den Universitäten. »Wir stellen uns gegen den Ausverkauf von Bildung und ihre bedingungslose Unterordnung unter wirtschaftliche Interessen«, hieß es dazu aus dem besetzten Audimax.
Today, November 17, is once again celebrated the International Students’ Day.
This day, whose origin is deeply connected with the brave struggle of the Czech students’ movement against the nazi-fascist oppression and occupation over the country, is more than ever up to date.
The world we live in, dominated by the imperialist forces, excludes millions of young people from access to any form of education, whilst spends huge amount of resources to continue the imperialist wars, occupations and destruction.
Weitere Informationen: www.wfdy.org
Eine erste kurze Zusammenfassung der weltweiten Bildungsproteste am heutigen 17. November 2009:
Heute wurden in Deutschland folgende Unis neu besetzt: Erfurt, Braunschweig, Nürnberg, Weingarten, Karlsruhe, Erlangen, Lüneburg, Paderborn, Tübingen (wiederbesetzt), Passau und Augsburg. In der Schweiz kamen heute zu Basel auch Genf und Bern dazu. Insgesamt sind damit schon mehr als 50 Universitäten in Europa besetzt, in Österreich werden die Besetzungen mittlerweile seit fast einem Monat aufrechterhalten.
In Deutschland, Frankreich und Italien gingen jeweils zehntausende Studierende und SchülerInnen auf die Straßen, Demonstrationen gab es auch im Rest der Welt - von den USA bis Indonesien.
Der Kampf geht weiter!
Hoch die internationale Solidarität!
Die 19-jährige Katja* besuchte eine Fachschule für wirtschaftliche Berufe und ist seit bald zwei Jahren Kellnerin in einem Wiener Restaurant. Im Gespräch mit der "vorneweg" erzählt sie vom Arbeitsalltag in der Gastronomie.
Deine Arbeitszeit beträgt offiziell 35 Stunden die Woche. Entspricht das auch der Realität?
Nein, auch wenn die bezahlte Arbeit bei mir um 7 Uhr früh anfängt, muss ich spätestens schon eine halbe Stunde früher im Lokal sein, um alles vorzubereiten. Und manchmal wird mir auch aufgetragen, in meiner Freizeit Semmeln oder ähnliches einzukaufen, was eigentlich die Aufgabe des Chefs wäre...
Kommt Dein Chef sonst allen seinen Verpflichtungen nach?
Eigentlich nicht, ich habe zum Beispiel seit Februar keinen Lohnzettel mehr von ihm bekommen – den bräuchte ich aber für viele behördliche Angelegenheiten. Dabei habe ich ja noch „Glück“, eine meiner Kolleginnen wurde - ohne dass es ihr gesagt wurde - einfach nicht angemeldet. Das fiel ihr erst auf als sie beim Arzt war und ihr mitgeteilt wurde, dass sie nicht krankenversichert ist. Das Geld für die Sachen, die ich auf dem Weg zur Arbeit einkaufen muss, bekomme ich übrigens meist erst Tage später zurück.
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Aus der Geschichte der kommunistischen Jugendbewegung in Österreich
Teil 2: Friedrich Hexmann
Im ersten Teil dieser Serie skizzierten wir das Leben von Richard Schüller. Diesmal wollen wir das von Genossen Hexmann beleuchten, der ebenso zu den hervorstechenden Funktionären im KJV und später in der KPÖ zählte. Er war seit der Gründung Sekretär und Mitglied im ZK des KJV, bis er Mitte der 1920er-Jahre in die Parteiarbeit überwechselte.
„An einem der letzten Novembertage 1918 hatte sich in einem kleinen Zimmer im Dachgeschoss-Atelier des Hauses Stubenring 2 im I. Wiener Bezirk (damals Sitz des Parteisekretariats) eine Anzahl Jugendliche zusammengefunden, unter ihnen der zur Gruppe der „Linksradikalen” gehörende Jugendfunktionär Maximilian Lazarowitsch – der später von den Nazis ermordet wurde – und Friedrich Hexmann. Es wurde beschlossen, mit der Arbeit unter der Jugend zu beginnen. Ein Flugblatt wurde gedruckt und auf den Straßen, vor und in Betrieben verteilt, mit einem Aufruf zu einer Jugendversammlung bei der „Schönen Schäferin” in Mariahilf. „Damit war der Kommunistische Jugendverband ins Leben getreten, der KJV.“ So schilderte Franz Kunert, ein anderer führender Funktionär der KJV, den Beginn der Organisation.
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