Montag, 08. Februar 2010, 15:12 Uhr
Aufruf zur Demonstration:
Unter dem Schlagwort „Arbeitszeitflexibilisierung“ streben Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer massive ARBEITSZEITVERLÄNGERUNGEN an. 10 Stunden Normalarbeitszeit, bis zu 12 Stunden tägliche und 60 Stunden wöchentliche Arbeitszeit sowie einen Durchrechnungszeitraum für Überstunden von zwei bis fünf Jahren stehen auf ihrer Agenda. IV-Präsident Sorger fordert, dass es bis zum 1. Mai „zu „signifikanten Verbesserungen bei der Arbeitszeitflexibilisierung“ kommen müsse.
Gleichzeitig sind 380.000 Menschen arbeitslos. Doch alleine im zweiten Quartal 2009 mussten laut Statistik Austria 754.000 Beschäftigten 81.000.000 Überstunden leisten. Schon jetzt könnten stattdessen etwa 60.000 Vollzeitstellen real geschaffen werden. Doch die Unternehmer wollen weiter „flexibilisieren“. Noch mehr Erwerbslose wären das Ergebnis. Für Jugendliche bleibt höchstens prekäre Beschäftigung.
DEMONSTRATION: 27. Februar 2010 I Graz, Eisernes Tor I 14:30 Uhr
UnterstützerInnen: AMSEL - Arbeitslose Menschen suchen effektive Lösungen, AUGE - Alternative und unabhängige GewerkschafterInnen, FSG-Jugend - Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen - Jugend, GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock, GPA-djp-Jugend - Gewerkschaft der Privatangestellten/druck journalismus print - Jugend, KJÖ - Kommunistische Jugend Österreichs, KPÖ Steiermark, KSV - Kommunistischer StudentInnenverband, Linke Steiermark, SJ Steiermark - Sozialistische Jugend, Steirische Friedensplattform.
Der ÖGB fordert Arbeitszeitverkürzung bei Aufrechterhaltung des Lebensstandards und der Kaufkraft. Wir unterstützen die Forderung und präzisieren sie:
Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverlust statt inhumaner Flexibilisierung.
Wir wollen nicht, dass die einen schuften bis zum Umfallen – und anderen das Recht auf menschenwürdige Arbeit vorenthalten wird. Schon die stetige Steigerung der Arbeitsproduktivität, das also in weitaus kürzerer Zeit mehr produziert werden kann, legt diesen Schritt nahe. Nicht wir, sondern die Verursacher der Wirtschaftskrise sollen zahlen.
Lasst uns ein Zeichen setzen
gegen längere Arbeitszeiten
gegen die Senkung der Kaufkraft
gegen weitere „Flexibilisierungen“
gegen die weitere Aufweichung von ArbeitnehmerInnenrechten
für mehr Lebensqualität
für kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnverlust
für Vollzeitarbeitsplätze für die Jugend und für derzeit Arbeitslose statt prekärer Erwerbsarbeit
für ein Leben ohne stressbedingte Krankheiten
für Mitbestimmung in den Betrieben
Die Erfahrung zeigt: Nur wenn wir uns gemeinsam wehren, können wir den Angriffen der Unternehmer Widerstand entgegensetzen. Kommt zur Demo am 27. Februar 2010 um 14:30 Uhr, Treffpunkt Eisernes Tor.
Kommunistische Jugend Österreichs - Junge Linke
http://www.kjoe.at/article.php?story=20100208151202768